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Rhönbussard

rhoenbussardRönbussard in der Nähe von Asiago/Italien, Foto: Vincenzo Pedrielli

D-7059
Erstes fliegendes Kulturdenkmal Hessens beim OSC

Der Rhönbussard wurde 1933 von Hans Jacobs konstruiert und in erster Linie beim Segelflugzeugbau Alexander Schleicher in Poppenhausen hergestellt. Dem Konzept lag die Idee zugrunde, den Leistungsunterschied zwischen dem Baby und dem Rhönadler zu überbrücken. Das ist mit dieser Konstruktion gelungen. Mit 14,3 m Spannweite – etwa 1 m mehr als das Baby und 3,1 m weniger als der Rhönadler – hatte Hans Jacobs ein wendiges Segelflugzeug konstruiert, das mit einer Gleitzahl von 20 dem Rhönadler nicht nachstand.
Beim Segelflugzeugbau Alexander Schleicher in Poppenhausen wurden bis 1945 220 Exemplare des Typs Rhönbussard gebaut. Nach dem Krieg waren, nach uns vorliegenden Unterlagen, nur noch zwei Rhönbussarde in der Bundesrepublik zugelassen: Rhönbussard D‑1137 beim Aero-Club Wörishofen und der Rhönbussard D‑5565 beim Luftsportclub Attendorn.
1991 wurde dem OSC Wasserkuppe vom damaligen Eigentümer Herrn Welzhofer aus Günzburg ein Rhönbussard zur Überholung und Nutzung überlassen, den er 1978 in England erworben hatte. Später ging er in das Eigentum des Deutschen Segelflugmuseums über. Im Mai 2002 erwarb der OSC den Rhönbussard vom Deutschen Segelflugmuseum. Der Rhönbussard des OSC hat die Werk-Nr. 485 aus dem Jahr 1937. Er war seit 1938 in England zugelassen und trug nach 1947 zunächst das Kennzeichen G-ALKY und dann die BGA-Immatrikulation 395. Nach dem uns vorliegenden Bordbuch wurden mit diesem Segelflugzeug von 1947 bis 1976 1.340 Starts mit 468 Flugstunden erflogen. Unterlagen von 1938 bis 1947 existieren leider nicht mehr.
Da beim Luftfahrt Bundesamt ebenfalls keine Unterlagen mehr vorhanden waren, musste die Zulassung des Rhönbussards als Muster neu beantragt werden. Nach der Grundüberholung startete Josef Kurz am 28. August 1993 zum Erstflug auf der Wasserkuppe. Am 28. Mai 1997 wurde der Rhönbussard vom Luftfahrtbundesamt als Baumuster 50 wieder zugelassen. Um den in die Jahre gekommenen Rhönbussard zu erhalten, entschloss sich der OSC nach der Anerkennung als fliegendes Denkmal im Jahre 2011 zu einer Grundüberholung, die derzeit noch andauert. Viele helfende Hände und unzählige Stunden waren bisher notwendig, um alte Lackschichten zu entfernen, brüchiges Sperrholz zu ersetzen, neu zu bespannen und jede Menge Spachtel vom Rumpf zu entfernen. Bilder zur Grundüberholung sind in der Bildergalerie zu finden.

Daten:  
Rüstgewicht 155 kg
Zuladung 90 kg
Fluggewicht 245 kg
Spannweite 14,30 m
Länge 5,80 m
Tragfläche 14,00 m2
Höhenleitwerk 2,00 m2
Seitenleitwerk 0,82 m2
Flächenbelastung 17,50 kg/m2
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h
Gleitzahl 20

Kontakt

Rhönflug Oldtimer
Segelflugclub Wasserkuppe e.V.

Postfach 17
D 36161 Poppenhausern
Tel.: +49 6654 8284

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